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Die georgische Sprache und Schrift

Die Georgische Sprache

Georgisch zählt zu den Ältesten Sprachen der Welt und zu den schwierigsten. Sie gehört zur Kartwelischen Sprachgruppe, die völlig eigenstendig besteht und mit keiner anderen Sprachgruppe und keiner der benachbarten Sprachen (slawisch, indogermanisch, iranisch) verwandt ist.

Die georgische Schrift hat ebenfalls eine lange Tradition, Älteste Funde georgischer Schriftzeichen stammen aus dem 5. Jahrhundert. v.ch.

Der Kaukasus war den Handelsreisenden im frühen Mittelalter bekannt als "Berg der Sprachen", der Historiker Plinius berichtete, dass die Römer mehr als hundert Übersetzer benötigten, um ihre Geschäfte zu tätigen.
Die meisten Sprachen sind inzwischen verdrängt und ausgestorben. Die georgische Sprache hat sich als eine der ältesten lebenden Kultursprachen der Erde erhalten. Man zählt sie zur "südkaukasischen" bzw. "kartwelischen" Sprachgruppe.

 

Georgisch, eine der Ältesten Kultursprachen

Linguistische und archäologische Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Georgier die Urbewohner des Kaukasus sind. Ihre Heimat war der Raum zwischen dem Großen und Kleinen Kaukasus bis Nordmesopotamien, wo sie seit dem 5. - 4. Jahrtausend v. Chr. mit den ur-indoeuropäischen und ur-semitischen Sprachsystemen in Berührung gekommen waren.

Die Kartwelische Sprachgruppe besteht heute aus nur noch drei Sprachen: Mengrelisch-Lasisch, Swanisch und Georgisch. Alle drei Sprachen werden innerhalb des Landes gesprochen, Georgisch ist davon die einzige Literatursprache.

Wissenschaftler vermuten den Ursprung der georgischen Schrift in der Regierungszeit des König Parnawas aus dem 4. Jh. v. Chr. In einem Französisch- Italienischem Dokument von 1819 aus der Bibliothek des Vatikan, das vermutlich auf andere, frühere Quellen zurückgeht, endet sich die Anmerkung, König Parnawas habe die georgische Schrift "verbessert".

Die georgischen Schriftzeichen zählen zu den vollkommensten und originellsten. Es gibt 33 Buchstaben, die dem Klang der georgischen Sprache soweit angepasst sind, dass, wer die Schrift gelernt hat, jedes geschriebene georgische Wort auch richtig aussprechen kann, sie unterscheidet nicht zwischen Groß und Kleinbuchstaben.

Seit 2016 zählen die drei Varianten das georgische Alphabets zum UNESCO Weltkulturerbe!

 
 

Die Georgische Schrift

 
 
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Die Georgische Grammatik

Die georgische Grammatik zeichnet sich durch außergewöhnliche Komplexität aus: Es

gibt drei Arten der Verneinung, 7 Fälle und 11 verschiedene Zeiten bzw. Modi. Eine

Diese unüberbietbare Elastizität des Verbs endet sich auch im Baskischen, eine sprachliche Parallele, womit Wissenschaftler einen möglichen urgeschichtlichen Zusammenhang zwischen Basken und Georgiern begründen. In keiner anderen Sprachen ist das sonst möglich. Nicht zuletzt deshalb genoss die georgische Sprache lange den Ruf, "unlernbar" zu sein.